Detailansicht von „Vernante”
Messer
Klapp-Messer
Vernante
 |
|
Vernante
Preis (Stück):
€111,00
(inkl. MwSt.)
Verfügbarkeit:
vorrätig: 12
Lieferzeit: 1 - 2 Tage nach Zahlungseingang
|
Beschreibung:
- Typisch piemontesisches Messer, das seit Beginn des 19. Jahrhunderts auch in Ligurien bekannt ist.
- Herkunftsort Vemante (Cuneo). Ohne Feder. Griff aus Horn oder Buchsbaumholz.
- Die Klinge aus gekohltem Stahl oder Inoxstahl 420 ist in Säbelform oder mit gerader Schneide erhältlich. Am oberen Teil der Angel befindet sich immer der typische nagelkopfartige Fortsatz, der in einer Vertiefung im Griff sitzt, so dass der Benutzer, wenn er das Messer in der Hand halt, die Klinge mit dem Daumen festhalten kann.
- Das Messer eignet sich für alle landwirtschaftlichen und häuslichen Arbeiten und aufgrund des besonderen Schliffs auch zum Schnitzen von Holz.
- Die Rinderhirten benutzten es früher auch als chirurgisches Instrument für Einschnitte am Bauch der Weidetiere, wenn sie zuviel nasses Gras fraßen und sich daher im Leib Gase bildeten.
- In zwei Größen erhältlich 150 und 200 mm.
- Handgeschliffen
Scarperia – Das Messer: Geschichte und Tradition
Inmitten der vom Schleifstein sprühenden Funken, der geübten Hände von Meistern und den von Generation zu Generation überlieferten Hilfsmitteln, entstehen seit Jahrhunderten die Messer, denen Scarperia seine Berühmtheit verdankt. Betriebe, die Messer herstellen und auf deren Geschicklichkeit die blühende Tradition dieser Stadt beruht, sind hier bereits vor dem Jahr 1479 belegt.
Sie erlangten frühzeitig ihren stolzen Ruf dank der Qualität und des beachtlichen Umfangs ihrer Produktion, die in den Haushalten ganz Italiens Einzug fand. Sowohl die günstige geographische Lage der Stadt als auch die begehrten Eigenschaften ihres wichtigsten Exportgutes führten dazu, dass die Messerschmieden in Scarperia zahlenmäßig ständig zunahmen.
Das Taschenmesser stellte in der Vergangenheit nicht nur ein unentbehrliches Hilfsmittel des Landarbeiters dar, das im Verlauf seines Arbeitstages vielfach zur Anwendung kam; auch zu Hause am Esstisch war er es gewohnt, das Brot -Essenz seiner mühsamen Arbeit – mit seinem persönlichen Messer zu schneiden. An der Form der Klinge ließ sich auf die Herkunft und Eigenheiten der Menschen schließen, die sie gebrauchten, ihre Traditionen und die Produkte, die sie herstellten oder verarbeiteten. Der Messerschmied nahm in diesem Umfeld der ländlichen Produktion einen wichtigen sozialen Rang ein, denn das Messer ist mit der Betriebsamkeit des Menschen notwendigerweise verbunden und zudem tief mit der Kultur des italienischen Landlebens verwachsen, geprägt von der Liebe zum Essentiellen und einem starken Bezug zur Natur.
In der Herstellung setzte sich das althergebrachte Vorgehen fast unverändert auch nach Industrialisierung des Landes durch, wodurch die einzigartige Qualität dieses für Scarperia typischen Produktes gewahrt blieb. Jedes auf diese bewährte Art gefertigte Messer ist so gleichermaßen exakt wie einzigartig. Die Scarperienser Messerherstellung florierte in 19. Jahrhundert dank ihrer inzwischen konsolidierten, einzigartigen Erfahrung.
Die Messerschmiedezunft gehört heute zum kulturellen Patrimonium dieser Stadt, auch wenn in Wirklichkeit die Handwerksbetriebe zahlenmäßig stark zurückgegangen sind.
Trotzdem haben sich das traditionelle Verfahren der Klingenbearbeitung ebenso wie die anderen Geheimnisse dieses alten Handwerks erhalten: wertvolles Erbe historischer Meister.
Den gewünschten Artikel in den Warenkorb legen