Detailansicht von „Pattada”
Messer
Klapp-Messer
Pattada
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Pattada
Preis (Stück):
€27,00
(inkl. MwSt.)
Verfügbarkeit:
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Beschreibung:
Die traditionelle Ausführung ohne Feder entwickelte sich im Laufe der Zeit zu dieser Form, die das Modell ohne Zweifel unter die schönsten italienischen Messer einreiht.
Dieses Messer, das seit jeher auch in Scaperia hergestellt wird, gehört der sardischen Hirtenkultur an, fand aber in ganz Italien Verbreitung. Griff aus glänzendem und naturbelassenem Rinderhorn, Klinge aus Inoxstahl I 420 oder gekohltem Stahl, Verzierung aus Messing oder Alpaca. Der Griff besteht aus zwei Hornwangen, die mit vernieteten Stften an einer falschen Feder befestigt sind und die Klinge mit der typischen Myrtenblattform einschließen. Das Messer wird in sechs Größen hergestellt: 170, 200, 220, 240, 270, 330.
Daneben gibt es eine Ausführung mit echter Feder. In diesem Fall sind die Wangen aus glänzendem Rlnderhorn mit vernieteten Stiften auf zwei darunter befindlichen Messingplättchen befestigt, wo in der Mitte die echte Feder angebracht. Die spitze Klinge, die sich für Arbeiten aller Art und für den Hausgebrauch eignet, kann für den Hirten auch zum chirurgischen lnstrument werden, wenn er zum Beispiel einen Einschnitt am Bauch des Tieres vornehmen muss.
Dies ist der Fall, wenn das Tier zu viel nasses Gras frisst und sich daher im Leib Gase bilden. Das Modell mit echter Feder wird in drei Größen erhältlich 170, 210, 260 mm. Heft aus glänzendem Horn oder Palisander. In der Abmessung 111 mm gibt es ein Modell mit glänzendem Horngriff. Eine andere aufwendigere Ausführung ist mit echter Feder und Horngriff ausgestattet, der am Kopf- und fußende mit poliertem Messingbesatz verziert ist. Auch mit Hirschhorngriff lieferbar. Das Messer ist in drei Größen erhältlich: 140, 200, 240 mm. Herstellung eines Modells in der Größe 400 mm auch in begrenzter und numerierter Anzahl. Handgeschliffen
Scarperia – Das Messer: Geschichte und Tradition
Inmitten der vom Schleifstein sprühenden Funken, der geübten Hände von Meistern und den von Generation zu Generation überlieferten Hilfsmitteln, entstehen seit Jahrhunderten die Messer, denen Scarperia seine Berühmtheit verdankt. Betriebe, die Messer herstellen und auf deren Geschicklichkeit die blühende Tradition dieser Stadt beruht, sind hier bereits vor dem Jahr 1479 belegt.
Sie erlangten frühzeitig ihren stolzen Ruf dank der Qualität und des beachtlichen Umfangs ihrer Produktion, die in den Haushalten ganz Italiens Einzug fand. Sowohl die günstige geographische Lage der Stadt als auch die begehrten Eigenschaften ihres wichtigsten Exportgutes führten dazu, dass die Messerschmieden in Scarperia zahlenmäßig ständig zunahmen.
Das Taschenmesser stellte in der Vergangenheit nicht nur ein unentbehrliches Hilfsmittel des Landarbeiters dar, das im Verlauf seines Arbeitstages vielfach zur Anwendung kam; auch zu Hause am Esstisch war er es gewohnt, das Brot -Essenz seiner mühsamen Arbeit – mit seinem persönlichen Messer zu schneiden. An der Form der Klinge ließ sich auf die Herkunft und Eigenheiten der Menschen schließen, die sie gebrauchten, ihre Traditionen und die Produkte, die sie herstellten oder verarbeiteten. Der Messerschmied nahm in diesem Umfeld der ländlichen Produktion einen wichtigen sozialen Rang ein, denn das Messer ist mit der Betriebsamkeit des Menschen notwendigerweise verbunden und zudem tief mit der Kultur des italienischen Landlebens verwachsen, geprägt von der Liebe zum Essentiellen und einem starken Bezug zur Natur.
In der Herstellung setzte sich das althergebrachte Vorgehen fast unverändert auch nach Industrialisierung des Landes durch, wodurch die einzigartige Qualität dieses für Scarperia typischen Produktes gewahrt blieb. Jedes auf diese bewährte Art gefertigte Messer ist so gleichermaßen exakt wie einzigartig. Die Scarperienser Messerherstellung florierte in 19. Jahrhundert dank ihrer inzwischen konsolidierten, einzigartigen Erfahrung.
Die Messerschmiedezunft gehört heute zum kulturellen Patrimonium dieser Stadt, auch wenn in Wirklichkeit die Handwerksbetriebe zahlenmäßig stark zurückgegangen sind.
Trotzdem haben sich das traditionelle Verfahren der Klingenbearbeitung ebenso wie die anderen Geheimnisse dieses alten Handwerks erhalten: wertvolles Erbe historischer Meister.
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